Interviews LAST MILE

From Montreal with love

Mein erster Kontakt zu Chris Snelgrove von THE LAST MILE war ein Mailwechsel Ende November 2023. Die kanadische Band aus Montreal saß bereits im Flieger nach Europa, um eine weitere Tour zu spielen, suchte aber noch eine Last-Minute-Show. Ich sah die Anfrage online, schrieb Chris an und bot ihm ein Konzert in Solingen an. Wenige Stunden später antwortete er: „Entschuldige die Verzögerung, wir waren im Flugzeug und ich hatte kein WLAN. Wir sind auf jeden Fall interessiert.“ Das Klischee der freundlichen Kanadier:innen wird von THE LAST MILE auf jeden Fall bestätigt – sei es schriftlich oder persönlich. Chris (voc, gt) und Steph (voc, bs) beantworteten uns dementsprechend gerne ein paar Fragen.

Chris, wir haben uns zum ersten Mal im Dezember 2023 getroffen, als ich kurzfristig einen Gig für euch im Waldmeister in Solingen organisiert habe. Der Abend war schlecht besucht. Es waren vielleicht fünf Leute da. Fast unmittelbar nach dem Auftritt hast du gesagt, dass du wiederkommen willst. Bist du verrückt?

Chris: Haha, das hatte mehr mit dir, Leon – dem außergewöhnlichen Tontechniker – Micha von LAYERS und dem Ort selbst zu tun. Jede Band möchte natürlich, dass viele Menschen zu ihren Shows kommen, aber ich war begeistert von deinem Engagement und dass trotz der kurzen Vorlaufzeit fünf Leute gekommen sind. Außerdem hat das Waldmeister eine coole Atmosphäre und du und Leon seid absolut liebenswerte Menschen. Und schau mal, wir waren seitdem zweimal wieder bei euch und die Shows waren fantastisch. Die im Jahr 2024 mit THE CORPS war gut besucht und die letzte zusammen mit THE DARTS war ausverkauft. Ich glaube, unser Bauchgefühl war richtig.

Während Leute wie Chuck Ragan, Frank Turner oder Dave Hause zuerst in Punkbands spielten und dann eine Solo-Karriere mit einer Akustikgitarre in der Hand starteten, scheint es, als wärst du mit THE LAST MILE den umgekehrten Weg gegangen. Wie und wo hat das alles angefangen? Ihr habt euch ja auch mal CHRIS SNELGROVE AND THE LAST MILE, kurz CS&TLM genannt.
Chris: 2014 spielte ich in einer Band namens PREVENGE, die sich aus irgendeinem Grund eine Pause gönnen wollte. Aber ich wollte weiterhin touren und Konzerte spielen. Anstatt eine neue Band zu gründen, legte ich einfach alleine los. Ich mochte schon immer ältere Country-Musik: Leute wie Steve Earle, Lyle Lovett, Merle Haggard und so weiter. Menschen, die einfach mit einer Gitarre vor ein Publikum treten konnten und es in ihren Bann zogen. Punkrocker, die ihre schnellen Songs auf Akustikgitarren spielen, waren nie mein Ding. 2015 bekamen wir das Angebot für eine Tour durch Mittel- und Südamerika mit TITLE FIGHT und OVERSEAS aus Costa Rica – aber meine Band sagte nein. Der Veranstalter, mein guter Freund Alejandro Guerrero, meinte: „Du hast doch ein Solo-Projekt, oder? Kannst du daraus eine Band machen und die Tour spielen?“ Natürlich sagte ich ja, suchte mir ein paar Leute zusammen und so wurde CS&TLM geboren. Bei jeder Tour mit einer wechselnden Besetzung aus Bekannten, die mit mir spielten. Während eines Europatrips im Frühling 2016 nahmen wir ein Album als CS&TLM auf. Im September 2016 begleitete mich Stephanie auf eine Tour durch Costa Rica und Mexiko. Wir verliebten uns und sie wurde das erste „feste“ Bandmitglied. Das Songwriting veränderte sich, und es war nun wirklich eine eigenständige Band. Da erschien es einfach albern, weiterhin meinen Namen davor zu setzen. Außerdem waren die Songs, die ich für mein Solo-Projekt geschrieben hatte, so anders als die von THE LAST MILE, dass eine klare Trennung nötig war. Und mein erstes Solo-Album kommt jetzt auch raus. Das ist etwas völlig anderes. Ich bin froh, dass wir meinen Namen gestrichen haben. Mein Ego ist nicht so groß, haha.

Euer aktuelles Album „Holding On To Hope“ ist erst euer zweites als THE LAST MILE. Seid ihr Spätzünder?
Chris: Es ist unser zweites Album, aber seit 2020 haben wir insgesamt eine 7“, zwei Alben, eine Split-LP mit PEZZ aus Memphis sowie eine Split-5“ mit THE PATH aus Vermont herausgebracht, auf der jede Band einen Song von DROPDEAD covert. Außerdem haben wir Stücke zu verschiedenen Compilations beigesteuert. Ich finde also, dass wir ganz gut abschneiden.

Das Video zum Song „Anything“ vom aktuellen Album wurde in einem Haus in einem verschneiten Wald gedreht. Ist das das „Spukhaus“, von dem im Podcast „Hey, That’s Weird“ die Rede war?
Steph: Wir haben das Haus im Oktober 2024 gekauft, obwohl wir wussten, dass der Vorbesitzer auf dem Grundstück Selbstmord begangen hat. Rechtlich gesehen muss der Makler diese Information offenlegen. Wir waren uns wegen der möglicherweise unheimlichen Atmosphäre etwas unsicher … aber da es nicht im Haus passiert war, beschlossen wir, es trotzdem zu kaufen. Es ist wunderschön! Nicht zu groß und nicht zu klein, und der Hauptraum, in dem wir das Musikvideo gedreht haben, war perfekt. Rundherum gibt es Fenster, durch die man den Wald sehen kann, so dass es eine wirklich tolle Kulisse für das Video war. Ich würde nicht unbedingt sagen, dass es dort spukt, aber wir haben definitiv einige seltsame Dinge gespürt und merkwürdige Geräusche gehört. Der Vorbesitzer hat viele Möbelstücke selbst gebaut und wir glauben, dass es ihm nicht gefallen hat, dass wir die meisten davon entsorgt haben. Ihr solltet euch den Podcast unbedingt anhören! Unser Freund Luc produziert ihn und er ist sehr gut darin, gruselige Geschichten zu erzählen. Wir berichten darin ausführlich, was wir in dem Haus gehört haben.

Chris, warum sind die Songs, in denen Stephanie und du euch beim Gesang abwechselt, so viel besser als die anderen? Und das von ihr gesungene „Hot box“ ist ein Hit. Wann wird sie dich als Frontperson ersetzen?
Chris: Haha, das würde mir gefallen. Niemand will den ganzen Abend lang von einem verschwitzten alten Kerl angeschrien werden. Ich weiß nicht, ob die Songs per se besser sind, aber ich glaube, die Leute mögen die Dynamik unserer Stimmen zusammen. Es ist nicht wie bei ALEXISONFIRE, also dass ich den ganzen Song über schreie und sie dann singt. Wir haben einfach unterschiedliche Gesangsstile, die sich meiner Meinung nach ergänzen. Ja, „Hot box“ ist ein Hit. Ich liebe es, diesen Song live zu spielen.
Steph: Ersetztz habe ich ihn schon, haha. Früher war ich die Bassistin, die hinten neben dem Schlagzeug stand. Das war meine Komfortzone. Aber diese Band hat mich dazu gebracht, vorne in der Mitte zu stehen, was für mich nicht selbstverständlich ist. Ich kam an einen Punkt, an dem ich mich einfach entscheiden musste, es zu tun und mich damit wohl zu fühlen. Denn wenn ich es nie versucht hätte, würdest du mir diese Frage jetzt nicht stellen.

Bertrand, euer Gitarrist für die Europatouren, lebt in Frankreich. Wie habt ihr euch kennengelernt? Ihr probt manchmal per Videocall, stimmt’s?
Chris: Bertrand ist der Beste! Und er ist nicht nur unser Gitarrist für Europa – er war mit uns auch bereits im UK und in Mexiko unterwegs. Bertrand ist ein wirklich guter Freund, der mir sehr am Herzen liegt. Wir kennen uns, oder wussten zumindest voneinander, seit circa 15 Jahren. Damals hat seine Band PINK FLAMINGOS eine Tour mit PANIC ATTACK durch Frankreich und danach durch Québec gespielt. Ich habe Fotos von mir, wie ich 2012 ihr Tourshirt trage. Das erste Mal, dass wir wirklich Zeit miteinander verbracht haben, war wohl 2016, als ich mit CS&TLM in Europa war und er ein Konzert für uns in Le Havre gebucht hat. Später im selben Jahr organisierte er einen Solo-Gig für mich und begleitete mich nach UK, weil ich kein Visum hatte, das mir erlaubte, dort aufzutreten. Am Fährterminal nahm er meine Gitarre und meinen Merch und gab vor, es wäre sein Gepäck. Wir taten, als würden wir uns nicht kennen, und gingen als Fußpassagiere aufs Schiff. Es hat funktioniert! Er kam mit mir nach London, hing beim Konzert ab und fuhr dann morgens um fünf Uhr zurück zur Fähre und nach Hause. Springen wir ins Jahr 2022: Die Welt öffnete sich langsam wieder, und wir planten eine Tour mit PINK FLAMINGOS. Wir suchten einen zweiten Gitarristen, und Bertrand meinte, sein Van habe nur Platz für sechs Leute. Er schlug vor, zusätzlich zu seinen eigenen Auftritten auch bei uns Gitarre zu spielen, damit wir Geld sparen und kein zusätzliches Fahrzeug mieten müssten. Was für ein Typ! Diese Tour war großartig. Er ist ein fantastischer Musiker und Performer und einfach ein wunderbarer Mensch. Unsere Werte und unsere Überzeugungen in Bezug auf Musik passen perfekt zusammen. Er will genauso viel touren wie wir und wir verstehen uns total. Wir haben eine Menge Spaß zusammen. Er ist Familie. Was die Videoprobe angeht: Das funktioniert nie. Wir haben ein paar Facetime-Sessions gemacht, in denen wir Songs durchgegangen sind, aber das war’s dann auch mit „Live“-Proben. Was wir für unsere letzte Tour gemacht haben – weil wir auch einen Ersatzdrummer hatten, der weit weg wohnte, immer noch in Kanada, aber 14 Stunden Fahrt – war, dass wir unser Set im Proberaum aufgenommen haben. Bertrand hat sich dann das Video genommen und sich selbst beim Spielen der Songs zu Hause dazu aufgenommen. Das ergab ein lustiges Video. Ich wünschte, wir wären technikaffiner und könnten wirklich per Videocall proben. Die Realität ist: Wir fliegen immer nach Paris, fahren nach Le Havre, proben das Set ein- oder zweimal und am nächsten Tag beginnt die Tour. Nicht glamourös, aber immerhin haben wir Spaß, haha.

Der Name eurer Website lautet tlmpma.com, das steht für THE LAST MILE Positive Mental Attitude. Euer aktuelles Album trägt den Titel „Holding On To Hope“. Doch natürlich setzt ihr euch auch mit den dunkleren Seiten des Lebens auseinander, zum Beispiel in „Carry the one“. Möchtest du uns erzählen, worum es in dem Song geht?
Chris: Wenn man sich die Welt im Moment anschaut, ist sie ein dunkler, beängstigender Ort – mit nur kleinen Lichtblicken, die durch die Dunkelheit brechen. Und genau auf diese versuche ich mich in diesem vergänglichen Ding namens Leben zu konzentrieren. Es geht nicht um toxische Positivität – ich bin pragmatisch und Realist. Ich weiß, dass schlimme Dinge passieren. „Carry the one“ erzählt die Geschichte meines Freundes Tony, der den Tod seiner Frau Dana miterleben musste, ohne etwas dagegen tun zu können. Die beiden fuhren mit ihren Motorrädern auf der Autobahn – etwas, das sie schon seit Jahren regelmäßig zusammen machten. Tony war weiter vorne, als ein Auto, das völlig unkontrolliert fuhr, Dana rammte, sie von der Straße drängte und danach einfach Fahrerflucht beging. Tony hat den Zusammenstoß nicht gesehen, nur das Auto, das an ihm vorbeischoss. Erst als die Autos hinter ihm plötzlich anhielten, wurde ihm klar, dass etwas nicht stimmte. Er fuhr zurück und fand sie am Straßenrand liegend. Ich kann mir dieses Gefühl nicht einmal vorstellen. Die Lyrics sind Tonys eigene Worte, aus mehreren Nachrichten und Posts, die ich in Musik verwandelt habe. Ich habe ihn vorher selbstverständlich um Erlaubnis gebeten – es ist nicht meine Sache, seinen Schmerz als kreatives Material zu verwenden, ohne an die Konsequenzen zu denken, die es für ihn haben könnte, seine eigenen Worte in einem Song zu hören. Und noch eine persönliche Anmerkung: Ich fahre selbst seit vielen Jahren leidenschaftlich Motorrad – und das ist mit das schlimmste Szenario, das passieren kann. Das verleiht dem Ganzen noch eine weitere Ebene der Angst, sowohl für mich selbst als auch für Steph.

Du lebst seit über 30 Jahren straight edge. Wie wichtig ist dir diese Haltung? Und warum sagst du den Leuten bei Konzerten, sie sollen mehr Bier an der Bar kaufen?
Chris: Es ist zu 100% eine persönliche Entscheidung und ich habe das Gefühl, dass ich sie verinnerlicht habe. Ich habe eine suchtorientierte Persönlichkeit und in der Vergangenheit Drogenprobleme gehabt. Ich war ein furchtbarer Teenager mit vielen Problemen und dachte, Drogen würden mir entweder beim Überleben helfen oder mich umbringen – und es war mir egal, was von beidem passiert, bis letzteres fast eingetreten wäre. Und selbst dann hat es noch eine Weile gedauert, bis mein Kopf verstanden hat, dass ich nicht unverwundbar bin. Straight edge zu sein, ist die beste Entscheidung, die ich je getroffen habe. Der Grund, warum ich den Leuten bei Shows sage, sie sollen Bier kaufen, ist: Ich habe selbst in Bars und Clubs gearbeitet, und die einzige Möglichkeit für diese Läden, Geld zu verdienen, ist über den Verkauf von Alkohol. Viele dieser Bars gehen das Risiko ein, unbekannte Bands spielen zu lassen – manchmal zahlt sich das aus, manchmal nicht. Wenn niemand auftaucht, verlieren alle Geld. Deshalb ist es wichtig, dass die Leute, wenn sie da sind, auch Getränke kaufen. Versteht mich nicht falsch, ich finde es genauso entscheidend, dass Leute auch Merch kaufen, aber ich wünschte, es müsste nicht immer eine Entweder/oder-Entscheidung sein, weil das Leben einfach verdammt teuer ist. Die Realität ist: Wenn es keine Clubs oder Veranstaltungsorte mehr gibt, gibt es auch keine Auftrittsmöglichkeiten für Bands wie uns. THE LAST MILE sind nicht groß genug, um reine Konzerthallen zu füllen, und nicht jeder will Konzerte in seinem Wohnzimmer haben. Also: So sehr ich aus verschiedenen Gründen die Alkoholkultur, die überall in unserer Szene präsent ist, auch nicht mag – es ist die Realität, in der wir leben. Deshalb versuche ich, dafür zu sorgen, dass Bands und Clubs gleichermaßen überleben können.

In „Malfeasance“ von eurem Split-Release mit PEZZ singst du: „Do as I say, don’t do as I do“. Welche deiner Handlungen sollten andere besser nicht nachahmen?
Chris: Die Definition von „Malfeasance“ lautet wie folgt: „Fehlverhalten, insbesondere von Amtsträgern“. Wenn ich diese Zeilen singe, beziehen sie sich also nicht wirklich auf mich. Aber wenn ich etwas nennen müsste, das ich tue und das andere nicht nachmachen sollten, dann wäre mein Rat wohl vor allem, besser auf sich selbst zu achten. Denn darin bin ich wirklich schlecht. Ich überfordere mich selbst, ich brauche eine Knieprothese, ich muss abnehmen, die Liste ist endlos. Ich treibe mich zu oft bis zum Scheitern, ich brenne die Kerze sozusagen an beiden Enden ab. Ich neige zu Suchtverhalten, wenn also etwas erledigt werden muss, dann erledige ich es, egal was passiert. Das ist nicht immer der beste Weg. Um es etwas leichter zu nehmen, können wir zur letzten Frage zurückkommen, und ich sage den Leuten, sie sollen Bier kaufen. Ich werde es nicht tun, haha. Ich weiß nicht wirklich, wie ich diese Frage noch beantworten soll …

Du hast mich eingeladen, euch in Montreal zu besuchen. Wie ist die Szene dort? Welche Bands kannst du empfehlen? Wo gibt es das beste vegane Essen? Und was sind die Sehenswürdigkeiten der Stadt?
Chris: Ich würde mich riesig freuen, wenn du nach Montreal kommst. Die Szene hier ist eigentlich ziemlich gut, aber auch extrem zersplittert. Es gibt so viele Subszenen, die sich nie überschneiden – und ich verstehe es nicht. Hardcore-Bands spielen nur mit Hardcore-Bands, Skatepunk-Bands nur mit Skatepunk-Bands und so weiter. Crossover-Shows sind total selten, selbst bei den jüngeren Bands. Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, in der jedes Konzert ein gemischtes Line-up hatte – das war großartig. Aber trotzdem gibt es hier gerade richtig starke Bands wie SPITE HOUSE, BÉTON ARMÉ, PUFFER, NOBRO, WARKRUSHER, die spielen Crust im Stil von INEPSY, dann PACE mit Melodic Hardcore, OKTOPLUT mit Leuten aus ein paar meiner alten Bands, SICK THINGS mit 1970er Powerpop à la THIN LIZZY, RAATS mit LoFi-New-Wave, die Hardcore-Allstars DESECRATE oder auch GENERAL CHAOS, eine Punkband, deren Mitglieder alle um die 16 sind, NO WAVES und BLURRY EYES mit ihrem Dad-Rock. Es gibt so viele! Wenn du wirklich alles über die Szene in Montreal und Québec wissen willst, musst du dir den Podcast „Le Clash“ anhören. Er ist auf Französisch, aber der Host Phil recherchiert so gründlich, dass er als der „frankokanadische Nardwuar“ gilt. Veganes Essen gibt es hier in Hülle und Fülle. Es gibt Fastfood bis Haute Cuisine und alles dazwischen. Mein Favorit ist das ChuChai. Das ist thai-französische Fusionsküche, seit über 20 Jahren am Start, weil es so gut und innovativ ist. Aber wenn du kommst, probieren wir gerne alles Mögliche zusammen aus. Was die Sehenswürdigkeiten angeht: Old Montreal, zwei Aussichtspunkte – der super touristische und der nur für Einheimische –, die Seemannskirche, das Oratorium, wo ein einbalsamiertes Herz ausgestellt ist. Aber das hängt letztlich davon ab, was du sehen willst. Da du aus Europa kommst, wird die Altstadt für dich wahrscheinlich weniger beeindruckend sein als für jemanden aus Kanada, den USA oder einem anderen jüngeren Land. Ich freue mich darauf, dich eines Tages hier begrüßen zu können.

source: https://www.ox-fanzine.de/interview/last-mile-11532